
Hier findest du die Audiobeschreibung zum Bild:
Warum wir uns No Comments, No Judgement, No Rules wünschen
(dt: keine Kommentare, keine Bewertungen, keine Regeln)
Unser letztes Motiv für dieses Jahr! Danke euch allen fürs Dabeisein und Mitverfolgen durch das Jahr 2025. Es war uns eine Freude.
Mit dem letzten Kalenderbild möchten wir als Bubble noch einmal auf unsichtbare Struggles aufmerksam machen, die so viele in ihrem Alltag zu gut kennen: Alle Kämpfe rund ums Essen.
Gerade jetzt im Dezember – und den vielen anstehenden Feiertagen – sind Verabredungen zum gemütlichen Beisammensein mit jeder Menge Essen auf dem Tisch keine Seltenheit. Doch Essen bedeutet nicht für Alle Gemeinschaft und Genuss.
Viele von uns verbinden Essen vor allem mit Angst, Scham, Uns-Verstecken, Stress oder sozialem Ausschluss. Die inneren und äußeren Kämpfe, die uns dorthin führen, sind sehr verschieden. Aber keiner davon wird leichter, wenn uns Menschen kommentieren, bewerten oder Regeln aufstellen.
Das gilt für Familien-Runden genauso wie fürs Dinner mit Freund:innen. Für die queere, disabled Wahlfamilie wie für Bekannte oder für Partner:innen. Für weihnachtliches Zusammenkommen genauso wie für gelebte Anti-Weihnachts-Traditionen.
Wir wollen uns deswegen mit dem Dezember Motiv auch nochmal gemeinsam daran erinnern:
Lasst uns aufeinander aufpassen und uns gegenseitig fragen, wie wir’s uns leichter machen können. Lasst uns Räume schaffen, in denen wir wirklich zusammenkommen!
No Judgement, No Comments, No Rules. Außer unsere eigenen. Die Regeln, die wir uns in Gemeinschaft selbst geben können und wollen.
In diesem Sinne möchten wir mit euch zum Jahresabschluss auch nochmal auf das gesamte Projekt zurückschauen. Und teilen, was wir ausprobiert und gelernt haben.
Wir wir Räume und Veranstaltungen zugänglicher machen können
In den letzten 2 Jahren haben wir im Miteinander unserer ganzen Bubble viel gelernt und ausprobiert. Viele Ideen, wie wir inklusivere und diversere Räume öffnen können und sie auch ohne viel Geld selbst gestalten können.
Und wir glauben, ihr könnt das auch!
Also wie hat unser Bubble Projekt denn eigentlich angefangen?
Wir nehmen euch mit auf eine kleine Reise zurück zu Anfang 2023.
Wir machen eine Ausschreibung
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Zum Beispiel:
Online und Offline. Manche Orte besuchen wir auch persönlich, z.B. die Gruppe “Queer Handicapped” in der Rosalinde.
Dadurch können wir Fragen direkt beantworten, Unsicherheiten nehmen und einen persönlichen Eindruck von unserem Projekt vermitteln.

Bildbeschreibung
Wie wir die Gruppentreffen und Workshops zugänglicher machen:
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1. Wir wählen barrierearme Orte für die Gruppentreffen aus, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar sind. Die Wegstrecken von der Haltestelle zum Treffort sind barrierearm. Sie sind nicht lang oder schwer zu finden. Wir markieren sie wenn nötig, zusätzlich mit Schildern oder bieten Menschen Begleitung von der Haltestelle an.
2.
3. In unser erstes Gruppentreffen gehen wir mit einem Vorschlag für gemeinsame Kommunikationsregeln. Wir entwickeln diese dann gemeinsam weiter. Die Regeln vom Bild oben haben für unsere Zusammenstellung gut gepasst. Es kann sein, dass ihr in eurer Gruppe ganz neue und andere Regeln braucht.
Wir nehmen beispielsweise die Maske beim Reden ab, damit Lippen gelesen werden können. Oder sagen unseren Namen, damit alle wissen wer redet.
4. Wir klären vorher ab, ob Menschen ihre Bedürfnissen vor der ganzen Gruppe teilen möchten und sich dadurch sichtbar machen. Alternativ können wir einen bestimmten Rahmen und Regeln vorschlagen, damit die betreffenden Personen anonym bleiben.
5. Wir bemerken, dass Bedürfnisse im Raum gegensätzlich sein können oder sich ausschließen. Und wir versuchen immer wieder neu kreativen Umgang damit zu finden.
Eine Person braucht z.B. helles Licht, um Lippen erkennen zu können. Eine andere Person ist schnell reizüberflutet von hellen Lichtern.
Wir sprechen als Gruppe darüber. Vielleicht können wir eine Sitzordnung finden, in der beide Bedürfnisse möglich werden.
6. Die Arbeitsmaterialien für
7. Wir schaffen eine
Barriereärmer organisieren – Braucht das nicht viele Ressourcen?
Connecting Bubbles ist als kleines, linkes, selbstorganisiertes Projekt gestartet. Wir bekommen keine zusätzliche Finanzierung. Nur eure Spenden für den Kalender, die wir am Ende weiterverteilen.
Aus den letzten 2 Jahren nehmen wir genau deswegen mit: Auch mit geringen Mitteln – dafür ein wenig mehr Mühen und viel Kreativität – lässt sich oft schon ganz viel anders machen!
Wir finden nicht immer ideale Lösungen. Wir wünschen uns eine gedruckte Version des Kalenders, die ins Papier gestanzt und ertastbar ist. Oder wollen gern noch mehr neue Menschen von Anfang an mit ins Orga Team holen. Menschen, die andere Betroffenheiten und Erfahrungen mitbringen, als wir selbst.
Manchmal müssen wir harte Kompromisse machen, weil uns das Geld für den Druck oder die Kraft für einen neuen Orga-Prozess fehlt.
Aber wir gehen immer wieder kleine Schritte weiter. Für unsere Vernissage zum Kalender sieht das so aus:
1. Wir finden einen ebenerdigen Ausstellungsraum
2. Die
3. Vor jedem Bild steht eine Fühlbox. Darin sind Gegenstände zusammengestellt, die auf den Bildern vorkommen. In einem Fall gibt es ein Tast-Modell vom Fotomotiv.
4. Wir nehmen Audio-Beschreibungen der Bilder auf. Am
5. Am
6. Auch wir vergessen leider Dinge oder schaffen es nicht, alles gleichzeitig im Blick zu behalten. Eine bessere Beleuchtung des Raums wär u.a. wichtig für die Vernissage gewesen. Oder auf unseren Flyern beim Bewerben der Veranstaltung detaillierte Informationen zu geben – Beispielsweise vorher zu erwähnen, dass alle Bilder in schwarz/weiß gehalten sind – Aber gleichzeitig nicht mit Infos zu überladen.
Am Ende bleibt uns zu sagen, es tut uns Leid, wenn wir durch Unwissen oder Unachtsamkeit dieses Mal den Raum noch einzelnen Menschen verschlossen haben. Wir wollen euch in Zukunft besser mitdenken und sind dankbar für jedes Feedback <3




Bildbeschreibung
Von oben auf die Sitzfläche eines Holzstuhls geblickt. Ein Teil der Rücklehne ist sichtbar. auf dem Sitz steht eine Kiste, mit pinkem Tuch ausgekleidet. Darin befindet sich das Buch “Ace” von Angela Chen. Darunter eine Glasschale mit bunten Perlenarmbändern. Links in der Kiste ist das Fotomotiv zum Thema Asexualität nachgestellt durch ein Bett, ein Sessel und 3 kleine Figuren.
Bild 3.
Die Ecke eines Raumes, 5 Kalendermotive sind auf weiße Rahmen geklebt und vor schwarzem Molton aufgehangen. Graffiti bemalte Wand sind im Hintergrund oberhalb und unterhalb der schwarzen Flächen sichtbar. Vor den jeweiligen Kalendermotiven stehen Holzstühle mit jeweils einer Fühlbox darauf. Auf dem Betonboden vor den Stühlen klebt jeweils ein graues Viereck.
Bild 4.
Das Kalender Motiv zum Thema Vorbild, auf weißem Grund vor schwarzem Molton in der oberen Bildhälfte. Darunter steht auf einem ebenfalls mit Molton verhangenen Tisch eine Schreibmaschine mit einem Stapel weißem Papier rechts daneben.

